suPAR - Einer der stärksten prognostischen Biomarker

Was ist suPAR?

suPAR ist ein inflammatorischer Biomarker der Immunaktivierung. suPAR (soluble urokinase-type plasminogen activator receptor) ist die lösliche Form des zellmembrangebundenen Proteins uPAR, das hauptsächlich auf Immunzellen, Endothelzellen und glatten Muskelzellen exprimiert wird. suPAR wird während einer Entzündung oder Immunaktivierung freigesetzt. Die suPAR Konzentration spiegelt das Ausmaß einer Immunaktivierung beim Menschen wider.

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Wofür wird suPAR verwendet?

suPAR ist ein Morbiditäts- und Mortalitätsmarker und wird verwendet, um Kenntnis über den allgemeinen Gesundheitszustands eines Patienten zu erlangen. suPAR kann somit bei der Entscheidung über die Entlassung oder Aufnahme von Patienten behilflich sein. Neben akuten Infektionen, ermöglicht suPAR eine Gesamtbeurteilung der klinischen Situation des Patienten, da es Vorerkrankungen mit einbezieht.

biomarker

suPAR ist ein sehr starker Prognosemarker, der den Prognosewert aller anderen routinemäßig gemessenen Biomarker in unserem Krankenhaus übertrifft.

Prof. Ove Andersen Copenhagen University Hospital Hvidovre, Denmark

Was sagt suPAR Ihnen? suPAR gibt Auskunft darüber, wie hoch Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko sind, bzw. über die Schwere einer Erkrankung. Erhöhte suPAR-Spiegel sind mit dem Vorhandensein und Fortschreiten von Krankheiten und einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden. suPAR spiegelt das Ausmaß chronischer Entzündungen wider und ist daher ein potenzieller Marker für die Entwicklung von Krankheiten.

Warum suPAR im klinischen Alltag verwenden? suPAR hilft bei der Abschätzung des Rehospitalisierungsrisikos. Ein niedriger suPAR-Wert legt eine Entlassung des Patienten nahe, während ein hoher suPAR-Wert auf eine Krankheit und ein Risiko für Wiederaufnahme und Mortalität hinweist. suPAR hat einen stark negativen Vorhersagewert (NPV) zum Ausschluss von Krankheiten.

Wann ist suPAR erhöht? Der suPAR-Spiegel wird durch Krankheiten im Allgemeinen erhöht und ist nicht spezifisch für eine bestimmte Krankheit. Daher ist suPAR ein guter Marker für den Ausschluss von Krankheiten (Triaging). Die suPAR-Werte reichen bei gesunden Personen von 2-3 ng/ml, bis hin zu Werten über 10 ng/ml bei kritisch kranken Patienten mit Leber- und Nierenversagen und ungewisser Prognose.

Wie ist die Stabilität von suPAR? Der suPAR-Blutspiegel ist stabil, ohne tageszeitliche Schwankungen und ohne Kofaktoren. Die Konzentration steigt und sinkt mit dem Fortschreiten bzw. der Besserung einer Krankheit.

Die Hilfe von Biomarkern wie suPAR ist unerlässlich um Entlassungsentscheidungen besser abwägen zu können.

Dr. Juan González del Castillo Hospital Clínico San Carlos, Spain

COVID-19: Patiententriage mit dem suPAR Biomarker

Derzeit wird suPAR in verschiedenen Krankenhäusern in Europa zur Risikoeinschätzung von COVID-19-Patienten eingesetzt. Der suPAR-Wert bei der Patientenaufnahme ist ein Frühindikator für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient einen schweren Verlauf mit Atemversagen entwickeln kann und ggf. eine mechanische Beatmung mit intensivmedizinischer Betreuung erforderlich wird.

Anhand des suPAR-Wertes bei COVID-19-Patienten, können Ärzte Patienten mit geringem Risiko frühzeitig identifizieren und so durch Entlassungen Kapazitäten und Ressourcen für Hochrisiko-Patienten schaffen, für Notaufnahmen und auf Intensivstationen gilt hier ein suPAR Wert von < 4 ng/ml.

suPAR kann ein starkes Instrument für die dringend benötigte, frühzeitige Risikostratifizierung von Patienten mit COVID-19 sein.

Prof. Ove Andersen Copenhagen University Hospital Hvidovre, Denmark

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Entlassung
des Patienten:

suPAR Spiegel < 4 ng/ml



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Aufnahme & Behandlung
des Patienten:

suPAR Spiegel > 6 ng/ml


Vorteile für Krankenhäuser die suPAR zur Risikostratifizierung bei COVID-19 verwenden:

  • Verbesserte Patientenversorgung mit weniger unnötigen Aufnahmen, weniger Neuaufnahmen, frühzeitigem Behandlungseingriff und kürzerer Verweildauer.

  • Besser, über den Zustand der Patienten informiertes und damit entscheidungsfähiges, klinisches Personal.

  • Mehr Sicherheit und weniger Stress innerhalb des behandelnden Teams.

  • Höhere, wirtschaftliche Effizienz durch geringere Behandlungskosten.

Im klinischen Alltag kann der suPAR Wert eines Patienten mit der TurbiLatex Methode gemessen werden. suPARnostic® TurbiLatex kann problemlos in vorhandene Arbeitsabläufe integriert werden und ist für die Verwendung mit Analysegeräten (klinische Chemie) aller namhaften Herstellern validiert: U.a. für Roche, für Abbott & für Siemens.